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Die richtige Küche für den Vegetarier

Schätzungsweise ernähren sich mittlerweile fast acht Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch. Der typische Vegetarier ist jung, meist weiblich und lebt im urbanen Raum. Sie schauen nicht nur bei der Auswahl der Lebensmittel sehr genau, sondern ihnen ist ein nachhaltiger Konsum wichtig. Sie informieren sich nicht nur über das Lebensmittel selbst, sondern sind auch bestens informiert über die Herstellung oder ob der Transport belastend für die Umwelt ist.

Sie sind allerdings auch gegenüber Neuem aufgeschlossen und auch über die neuesten Trends informiert. Für ihren bewussten Lebensstil sind sie auch gerne bereit etwas mehr auszugeben und wünschen sich eine Infrastruktur, die ihren Bedürfnissen angepasst sind.

Da das zentrale Thema bei einem vegetarischen Lebensstil nach wie vor das Essen ist, wird sich auch zukünftig die Küche mehr nach den Bedürfnissen dieser wachsenden Gruppe richten. Zwar wird der Herd nicht verschwinden, es rücken aber zunehmend andere Geräte in den Vordergrund, die es ermöglichen Lebensmittel schonend zu kochen.

 

Der Herd

Die vegetarische Küche kommt ebenfalls nicht ohne einen guten Herd aus. Der Klassiker ist zwar der Elektroherd, doch er ist nicht immer die nachhaltigste Möglichkeit zu kochen. Mittlerweile gibt es bei den Kochstellen zahlreiche technische Neuerungen, mit denen sich beispielsweise Energie sparen lässt oder Lebensmittel schonender zubereitet werden können.

Dazu gehört beispielsweise der Gasherd. Er ist stufenlos regulierbar und die Temperatur lässt sich schnell verändern. Dies gilt nicht nur, wenn Lebensmittel am Gasherd erhitzt werden, sofort, wenn die Flamme erlischt, ist auch die Temperatur weg, was beispielsweise beim Elektroherd nicht der Fall ist.

Allerdings lassen sich damit Gerichte nicht warmhalten, dafür werden später eigene Platten benötigt. Außerdem ist der Gasherd eher etwas für hohe Temperaturen und empfindliche Speisen können darunter leiden. Dafür ist das Gas eine kostengünstige Möglichkeit zu kochen.

die richtige Küche für Vegetarier

Auch der klassische Elektroherd hat Vorteile, wenn er beispielsweise mit Ceranfeld ausgestattet ist. Der Ceranherd ist robust und pflegeleicht. Er funktioniert auch mit niedrigen Temperaturen und Speisen können darauf warm gehalten werden. Der Ceranherd ist in der Anschaffung deutlich günstiger und funktioniert mit jedem Kochgeschirr. Dafür hat der Ceranherd im Vergleich zum Gasherd eine deutlich schlechtere Energieeffizienz.

Die Auswahl eines Herdes ist nicht ganz so einfach, denn oft reicht eine Methode nicht aus nachhaltig zu kochen. Nicht ohne Grund findet sich deshalb in vielen Küchen eine Kombination aus unterschiedlichen Herdformen. Ein Gasherd kann problemlos neben einem Ceranherd genutzt werden. Allerdings ist dann meist die Anzahl der Kochplatten beim Ceranherd reduziert auf zwei Stück. Eine weitere Übersicht an möglichen Herden findest du hier auf Gastprodo.com

 

Das Backrohr

Beim Ceranherd wie auch beim Gasherd gibt es die Möglichkeit ihn mit einem Backrohr zu kombinieren. Ein einzelnes Backrohr macht jedoch häufig mehr Sinn, denn selten wird Herd und Backrohr gemeinsam genutzt. Wird ein eigenes Backrohr installierst, dann sollte dies nicht in Bodennähe geschehen, wo Du Dich runterbeugen musst. Viel ergonomischer ist ein Backrohr etwa in Brusthöhe.

Es sollte gut einsehbar sein und die Bleche gerade herausgezogen werden. Neben dem reinen Backrohr gibt es mittlerweile Kombinationen, die auch als Dampfgarer funktionieren. Solche Kombinationen sind durchaus sinnvoll, wenn der Raum nur begrenzt Platz hat.

 

Der Kühlschrank

Neben dem Herd ist auch der Kühlschrank im Haushalt von einem Vegetarier wichtig. Dort lagern die frischen Lebensmittel, weshalb ein großer Herd mit unterschiedlichen Kühlzonen unverzichtbar ist. Besonderes Augenmerk sollte auf das Gemüsefach gelegt werden. Große Geräte bieten hier mehr Spielraum und haben oft mehr als nur ein Kühlfach für Gemüse. Dadurch lassen sich Lebensmittel im Kühlschrank besser organisieren und Du bist flexibler

 

Das Spülbecken

Beim Spülbecken könnte man meinen, dass es in der Küche eines Vegetariers nicht viel zu bereden gibt. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn ein Vegetarier wird schnell die Vorteile von einem großzügigen Doppelbecken erkennen. Zusätzliche Ablaufflächen bieten Platz für viel Gemüse und Randzonen können intelligent etwa als Keimbrücke für die Kultur von Saaten genutzt werden.

Das Spülbecken kann zudem mit einem Schneidebereich kombiniert werden, der direkt auf dem Becken aufliegt. Das verkürzt Arbeitszeiten und Du bist flexibler.

 

Die Arbeitsfläche

Bei einem Vegetarier fallen oft viele Schneidaufgaben an, weshalb die Arbeitsfläche nicht nur robust, sondern auch großzügig sein sollte. In normalen Küchen wird darauf eher weniger geachtet und es gibt maximal einen großen oder zwei kleinere Schneidbereiche. Wichtig ist, dass sich unmittelbar im Bereich etwa vom Ceranherd eine Schneidfläche befindet. So kann frisch geschnittenes Gemüse direkt in den Topf auf dem Herd wandern.

 

Der Getreidebereich

Getreide hat in der Küche von einem Vegetarier ebenfalls einen fixen Platz. In normalen Küchen spielt Getreide keine so große Rolle im vegetarischen Haushalt findet es sich gelegentlich auch als Teil um fleischliche Elemente zu ersetzen. Getreide kann in unterschiedlicher Form gegessen werden, als Flocken oder in Form von Mehl weiterverarbeitet werden. Auch ganze Körner werden für leckere Gerichte verwendet.

Dazu braucht es in der Küche nicht nur einen eigenen Lagerbereich für das Getreide, sondern auch zusätzliche Geräte sollten eingeplant werden. Eine gute Waage im Getreidebereich ist unverzichtbar. Dazu passt auch eine Mehlmühle um Getreide frisch zu mahlen oder eine Flockenquetsche für frische Flocken.

 

Der Erntebereich

Egal wie große oder klein eine Küche ist, fast überall finden sich zumindest Kräutertöpfe, wo frische Kräuter gezupft werden können. In der Küche von einem Vegetarier spielen frische Kräuter eine noch größere Rolle. Vor allem wer keinen eigenen Garten hat, sollte in der Küche einen Bereich einplanen wo frische Kräuter gezogen werden können und vielleicht auch einmal Platz für eine Paprikapflanze oder etwas Salat ist.

Die Kultur von Gemüse im Indoorbereich funktioniert jedoch nur, wenn geeignete Wachstumsbedingungen herrschen. Vor allem geeignetes Pflanzenlicht ist wichtig. Ein Anbaubereich sollte daher in der vegetarischen Küche integriert werden, wenn es keinen eigenen Garten gibt.

 

Die Zusatzgeräte

Ein Gas- oder Ceranherd reicht in der Küche oft nicht aus und es müssen zusätzliche Geräte her, die eine schonende Zubereitung ermöglichen. Dazu gehört beispielsweise ein Dampfgarer mit dem Gemüse schonend zubereitet werden kann. Auch eigene Grillplatten sind nicht nur Fleischessern vorbehalten, zahlreich vegetarische Gerichte lassen sich auf Grillplatten zubereiten. Egal ob es ein vegetarischer Bratling für einen Burger ist oder eine Grillbanane, Vegetarier müssen auf das Grillaroma nicht verzichten.

 

Richtig planen

Zwar sollte jede Küche gut geplant werden, bei den Möglichkeiten an zusätzlichen Geräten für Vegetarier sollte jedoch ein besonderes Augenmerk auf eine sinnvolle Gestaltung gelegt werden. Dies gilt nicht nur für das Backrohr, sondern für alle Tätigkeiten. Dazu ist es wichtig auch die eigenen Essgewohnheiten zu reflektieren. Wird viel frisch und kalt gekocht, sind die Spüle und der Schneidbereich besonders wichtig. Gibt es aber auch häufig warme Gerichte, dann ist natürlich die Auswahl eines guten Herdes relevant.

 

 

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