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Vegane Weine

Grundsätzlich basiert Wein natürlich auf den Früchten der Weinreben. Doch die Pflanzen, Trauben und Saft durchlaufen im Prozess, bis es ein Wein wird, verschiedene Verfahren, in denen ggf. Produkte tierischen Ursprungs verwendet werden können. Darauf wird bei veganen Weinen natürlich verzichtet.

Vegane Weine – gibt es etwas zu beachten?

Was die Lagerung, Haltbarkeit und den Verzehr angeht, so gibt es keine Unterschiede zu anderen Weinen. Weinkühlschränke sind die perfektesten Aufbewahrungsorte, auch für vegane Weine. Doch wenn die Temperatur stimmt, kann veganer Wein auch in kühlen Kellern gelagert werden.

Wie lange ist offener Wein haltbar, wenn er aus veganer Erzeugung stammt? Hierüber gibt es keine klaren Aussagen, jedoch gilt grundsätzlich, dass die Aufbewahrung offener Weine, wenn möglich vermieden werden sollte. Möglicherweise bedeutet der Verzicht auf chemische und tierische Zusatzmittel, eine kürzere Haltbarkeit.

vegane weine

Behandlungen im Weinberg

Reben werden zwar mehrmals im Jahr gespritzt, was den Befall der Pflanzen mit Pilzen oder anderen Krankheiten verhindern soll. Tierische Produkte kommen hier jedoch nicht zum Einsatz. Es heißt, dass die Spritzmittel nicht tierwohlgefährdend sind, doch wie sich Chemie auf Natur und Umwelt auswirkt, machen sich ja vor allem Menschen bewusst, die sich auch vegan ernähren. Neben dem Aufdruck vegan, sollte hier ggf. die Herkunft recherchiert und zusätzlich auf Bio gesetzt werden. Zwar ist auch im biologischen Weinbau der Einsatz von Spritzmitteln erlaubt, die Vorschriften sind aber deutlich enger gefasst, als in der konventionellen Weinerzeugung.

Der Wein auf dem Tisch

Von der Ernte bis zum Konsum durchläuft der Wein verschiedene Stationen. Die Trauben werden gepresst, der Saft vergoren, die Lagerung erfolgt in Fässern und abgefüllt wird meist in Flaschen. Der Wein, der auf den Tisch kommt, soll zum Essen passen, was bei Veganern bedeutet – veganes Essen – veganer Wein.

Weinbeutel, wie sie um 1600 in Frankreich aufkamen, sind inzwischen auch nicht mehr unbedingt aus tierischen Materialien. Daher sind die meisten Weinverpackungen per se vegan, jedoch nicht immer umweltfreundlich.

Wo kommen bei konventionellen Weinen tierische Produkte zum Einsatz

Die konventionelle Weinerzeugung erlaubt den Einsatz von Gelatine, die von Tieren stammen kann, aber auch Hühnereiweiß oder Milchprodukte können angewendet werden. Meist sollen diese Zutaten den Wein von Trübungen befreien, die Haltbarkeit verlängern und ihn sozusagen geschmeidig machen. Der klare Wein wird später abgegossen und die Produkte bleiben am Fassboden zurück.

Winzer, die sich veganen Weinen verschrieben haben, setzen entsprechende Mittel auf pflanzlicher Basis ein. Hierzu gehören Proteine aus Erbsen und anderen eiweißreichen Pflanzen. Auch rein pflanzliche Geliermittel haben sich schon lange durchgesetzt.

Vegan Essen und Trinken

Bewusste vegane Ernährung macht auch vor Genussmitteln wie Wein nicht Halt. Wie bei allen Produkten sollte nicht nur der Produktpräsentation und einem Label vertraut werden. Wer hinterfragt, ist gut informiert und kann darauf vertrauen, dass auf dem Teller und im Glas nur vegane Produkte sind.

Fazit: Vegane Ernährung ist mehr als ein Trend. Für die meisten Veganer stehen dahinter ethische Fragen. Leider werden Produkte, die auf Pflanzen basieren, sich aber als vegan ausweisen, oft belächelt. Dass im Verarbeitungsprozess auch tierische Produkte zugesetzt werden können, ist jedoch nicht ausgeschlossen. Wer erkennt schon auf dem ersten Blick, welche Konservierungsstoffe tierischen Ursprungs sind?

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