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Grundsätzliche Informationen der vegetarischen Ernährung

Über viele Jahrzehnte war es ein Statussymbol, täglich Fleisch auf den Teller zu bringen. Dass in den letzten Jahren eine Trendwende eingesetzt hat, zeigen auch die Zahlen: Im Jahr 1991 verzehrte jeder deutsche Bundesbürger im Jahr noch 63,9 Kilogramm Fleisch. Elf Jahre später waren es um exakt drei Kilogramm weniger. Im Jahr 2019 ist die Marke zum ersten Mal unter 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr gesunken. Ein Grund dafür ist sicherlich die steigende Anzahl an Vegetariern. Immer mehr Menschen verzichten aus unterschiedlichen Gründen auf tierische Produkte.

 

Warum sich Menschen vegetarisch ernähren

Laut einer Studie der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse gaben im Jahr 2020 6,5 Millionen Deutsche an, sich vegetarisch zu ernähren. Das waren rund 400.000 Personen mehr als noch im Jahr zuvor. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um ein modernes Phänomen: Auf Fleisch zu verzichten war schon vor vielen Jahrhunderten verbreitet. Überlieferungen sprechen davon, dass die Sekte der Orphiker bereits 500 Jahre vor Christi Geburt sich ohne tierische Produkte ernährten.

 

Der bekannte Philosoph Pythagoras soll angeblich die vegetarische Lebensweise mit nach Europa gebracht haben. Doch warum entscheiden sich immer mehr Personen dafür, keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren:

 

  • Für viele Menschen steht der gesundheitliche Aspekt beim Umstieg auf die vegetarische Ernährung im Vordergrund: Immerhin werden viele Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen durch ein Übermaß an tierischen Fetten begünstigt

  • Manche stellen ökologische Aspekte in den Vordergrund: Vor allem wer sich in der vegetarischen Ernährung bewusst für regionale und saisonale Produkte entscheidet, hilft mit den globalen CO2 Ausstoß zu senken

  • Auch ethische oder religiöse Gründe können eine Rolle spielen

  • Viele möchten dazu beitragen, das Tierleid zu verringern. Sie setzen mit ihrem Verzicht auf Fleisch ein Zeichen gegen die Massentierhaltung.

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Welche Formen der vegetarischen Ernährung gibt es

Im Prinzip ist es ganz einfach, sich vegetarisch zu ernähren. Laut Definition handelt es sich dabei um eine Lebensweise, die auf Nahrungsmittel verzichtet, die aus getöteten Tieren stammen. Heute unterscheidet man dabei mehrere Unterformen. Als Ovo-Lakto-Vegetarier bezeichnen sich Menschen, die kein Fleisch, keinen Fisch und Meeresfrüchte zu sich nehmen. Sie verzehren jedoch Milch und Milchprodukte sowie Eier.

Laktovegetarier hingegen streichen auch Eier vom Speiseplan. Noch strenger ist die vegane Ernährung. Dabei besteht der Speiseplan ausschließlich aus Lebensmittel, die aus pflanzlichen Produkten hergestellt werden. Strenge Veganer gehen noch einen Schritt weiter und lehnen auch die Verwendung von Daunen, Seide, Leder und Wolle ab. Noch extremer halten es die Frutarier: Sie lassen sich nur Früchte und Gemüse schmecken, dass bei der Ernte die Pflanze nicht „tötet“. Der Apfel vom Baum ist zum Beispiel erlaubt, Möhren hingegen verboten.

Je mehr Lebensmittel man von seinem Speiseplan streicht, umso wichtiger ist es sich mit der Zusammensetzung zu befassen. Wer Milchprodukte zu sich nimmt, versorgt den Körper beispielsweise mit genügend Proteinen und Calcium. Anders sieht es bei Veganern aus: Sie müssen ihren Bedarf mit pflanzlichen Lebensmitteln decken. Dazu bieten sich zum Beispiel Hülsenfrüchte an.

 

Wie der Umstieg gut gelingt

Grundsätzlich scheint es nicht schwierig zu sein, sich vegetarisch zu ernähren. Statt Fleisch und Wurst landen pflanzliche Alternativen im Einkaufswagen. Doch eine vegetarische Lebensweise bedeutet nicht unbedingt, dass man nur mehr Gesundes isst. Denn immerhin ist Zucker, der im Übermaß genossen ebenfalls für Übergewicht und viele Krankheiten verantwortlich ist, ebenfalls rein pflanzlich. Auch vegetarische Fertigprodukte sind nicht immer so gesund wie man vielleicht meinen mag. Sie werden mit vielen Zusatzstoffen haltbar gemacht und enthalten oft Zucker und Fett als Geschmacksverstärker. Die beste Möglichkeit, sich vegetarisch und gleichzeitig gesund zu ernähren ist selbst zu kochen.

Für viele ist es heute normal, am Abend ein Fertiggericht in die Mikrowelle zu schieben. Schade eigentlich, denn selbst zu kochen macht viel Spaß und garantiert außerdem, dass man genau weiß was man zu sich nimmt. Voraussetzung dafür, dass die Gerichte perfekt gelingen ist geeignetes Kochzubehör. Dazu zählt eine hochwertige, beschichtete Pfanne. Damit kann man Gemüse, Tofu und andere Zutaten mit minimaler Fettzugabe zubereiten. Außerdem benötigt man mindestens zwei Töpfe sowie scharfe Messer, um Gemüse und andere Lebensmittel gut zerteilen zu können.

Energie tanken Vegetarier am besten mit Vollkornprodukten: Ungeschälter Reis, Vollkornnudeln und –brot sollten mehrere Male pro Tag in den Speiseplan integriert werden. Hochwertige Quellen sind auch Kartoffeln. Um den Bedarf an Eiweiß zu decken, lohnt sich geschicktes Kombinieren. Dabei hilft der Begriff der biologischen Wertigkeit. Ein Hühnerei hat dabei den Wert 100 zugeordnet bekommen, in Kombination mit Kartoffeln erreicht es sogar 137. Vegane Eiweißquellen sind Sojaprodukte oder Seitan.

Obst und Gemüse liefern viele Vitamine und Mineralstoffe. Am höchsten ist der Gehalt in frisch geernteten Produkten. Es zahlt sich aus, zu saisonalen Sorten zu greifen. Wichtig ist auch, den Körper mit hochwertigen Fettsäuren zu versorgen. Sie sind in Raps-, Soja- und Leinöl enthalten. Nüsse und Samen bieten sich trotz ihres hohen Fettgehalts als Zwischenmahlzeit an.

 

 

 

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