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Vegetarische Sporternährung – Was ist zu beachten?

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegetarische Ernährung. Oftmals handelt es sich dabei um besonders gesundheitsbewusste und aktive Menschen. Sport ist dann häufig ein bedeutsamer Teil des Lebens. Wer sportlich aktiv ist, braucht eine entsprechende Ernährung, um fit zu bleiben. In Kombination mit dem Vegetarismus stellen sich dabei viele Fragen. Auf welche Nährstoffe muss besonders geachtet werden? Kann ein Mangel entstehen? Welche Nahrungsergänzung kann die Fitness fördern? Und sind Nahrungsergänzungspräparate eigentlich immer vegetarisch?

 

Sportliche Vegetarier: Nahrungsergänzung ja oder nein?

Grundsätzlich gilt natürlich, dass ein guter vegetarischer Ernährungsplan den Körper mit allen nötigen Nährstoffen versorgen kann und somit nicht automatisch zu einem Mangel führt. Das gilt zumindest, solange lediglich auf Fleisch und Fisch verzichtet wird und nicht auch auf Milchprodukte und/oder Eier.

Der Verzicht auf Fleisch und Fisch steht auch einem sportlichen Lebensstil nicht im Wege. Einige Leistungssportler setzten sogar gezielt auf vegetarische Ernährung, um fitter zu sein. Dennoch stellt intensives Training eine Herausforderung für den Körper dar und kann den Bedarf an bestimmten Stoffen in die Höhe treiben. Eine Ergänzung kann also manchmal sinnvoll sein.

Die richtige Ernährung bei viel Sport

Proteine, die Spurenelemente Eisen und Jod, Vitamin B12, Omega-3-Fettsäuren und einige Aminosäuren sind beispielsweise Nährstoffe, die üblicherweise zu großen Teilen mit Fleisch oder Fisch aufgenommen werden. Der Bedarf lässt sich prinzipiell auch mit anderen Lebensmitteln decken, wenn der Speiseplan entsprechend zusammengestellt wird.

Muskelaufbau und ein beschleunigter Stoffwechsel durch Sport können aber einen Mehrbedarf bedingen, der sich gut durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel decken lässt. Davon profitiert dann auch die körperliche Leistungsfähigkeit. Wer Zweifel hat, ob vielleicht schon ein Mangel besteht oder sogar bereits entsprechende Beschwerden hat, sollte einen Arzt aufsuchen. Dort können Mangelerscheinungen gezielt medizinisch abgeklärt und eventuelle andere Ursachen ausgeschlossen werden.

 

Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt: Vorsicht vor tierischen Inhaltsstoffen

Beim Einstieg in die vegetarische Ernährung stellt man schnell fest, dass tierische Bestandteile in mehr Nahrungsmitteln vorkommen als man denkt. In Nahrungsergänzungsmitteln vermutet man sie ebenfalls meist eher nicht. Tatsächlich können sie aber auch hier enthalten sein. Beispielsweise wird Vitamin D häufig aus dem Wollwachs von Schafen gewonnen. Handelt es sich um Kapseln, enthält die Hülle oft Gelatine, die von Schweinen oder Rindern gewonnen wird.

Wer solche Bestandteile ausschließen möchte, muss leider oft genau hinsehen, denn nicht immer ist die Kennzeichnung eindeutig. Zwar müssen die Inhaltsstoffe in der Zutatenliste aufgeführt sein, allerdings werden sie dort nicht immer namentlich genannt. Oft sind sie nur in Form der sogenannten E-Nummern angegeben, die zugelassene Lebensmittelzusätze kennzeichnen. Die Liste von E-Nummern ist lang. Zusatzstoffe tierischen Ursprungs verbergen sich dabei unter anderem hinter den Nummern E120 (Karmin), E 441 (Gelatine), E 542 (Knochenphosphat), E 901 (Bienenwachs), E 904 (Schellack), E 913 (Lanolin), E 966 (Laktit) und E 1106 (Lysozym). Sie tauchen durchaus auch in Nahrungsergänzungsmitteln auf. Nicht alle von ihnen haben mit der Schlachtung von Tieren zu tun und sind deshalb auch nicht für alle Ernährungsformen relevant. Dennoch ist es schwer im Dschungel der Zusatzstoffe den Überblick zu behalten.

Einige Hersteller weisen jedoch direkt darauf hin, ob ihr Produkt für Vegetarier oder Veganer geeignet ist und machen die Auswahl damit leichter.

 

 

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