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Clean Eating - mehr als nur einer von vielen neuen Ernährungstrends

Hinter dem Begriff "Clean eating" verbirgt sich nicht etwa eine Diät, sondern vielmehr ein ganzheitliches Ernährungskonzept. Der Begriff "Clean", der wörtlich "sauber" bedeutet, bezieht sich allerdings in diesem Fall nicht etwa auf Hygiene, sondern meint vielmehr möglichst frische und ursprüngliche Lebensmittel zuzubereiten und zu verzehren.

 

Zurück zur Natur

Das Prinzip des Clean eating bedeutet nicht zwangsläufig sich rein vegetarisch oder vegan zu ernähren. Es geht vielmehr darum möglichst reine Lebensmittel zu sich zu nehmen die nicht industriell verarbeitet wurden, wobei Bio Produkte eine große Rolle spielen sollten.

Fleisch und Fisch sind zwar erlaubt, spielen jedoch eine eher untergeordnete Rolle im Gegensatz zu frischem Gemüse, Salat, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass es sich um Rohkost handeln muss. Das ist nicht der Fall. Die Produkte dürfen durchaus gekocht, blanchiert oder gebraten werden, dies sollte jedoch möglichst schonend und unter Zuhilfenahme gesunder Fette geschehen.

 

Den Ursprung schmecken

Folgt man der Lebensmittelauswahl, die beim diesem Konzept propagiert wird, so verzichtet man automatisch auf künstliche Zusätze, Süßstoffe, Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und ähnliche Inhaltsstoffe. Das Produkt in seiner ursprünglichen Reinheit, so wie es die Natur zur Verfügung stellt, tritt wieder in den Vordergrund.

clean eating

Nicht nur unverarbeitete, sondern auch regionale und saisonale Bio Produkte spielen die Hauptrolle. Fertige Gewürzmischungen, übermäßiger Konsum von Salz oder Zucker sowie Geschmacksverstärker werden vermieden, wodurch der ursprüngliche Geschmack der verwendeten Lebensmittel in den Vordergrund tritt.

Dieser Geschmack wird durch frische Kräuter und gesunde Fette unterstrichen und hervorgehoben. Während Fertigprodukte und Fast Food hauptsächlich auf die Geschmacksrichtungen salzig oder süß setzen und den Geschmack der Zutaten eher überdecken, soll beim Clean eating das Produkt mit seinem natürlichen Geschmack im Mittelpunkt stehen.

 

Genuss ohne Verzicht

Kräuter, gesunde Fette und wertvolle Zutaten ergeben köstliche Gerichte und der saisonale Aspekt führt zu viel Abwechslung auf dem Speiseplan. Bio Produkte sollten bevorzugt gewählt werden, da sie umweltschonend und nachhaltig angebaut werden, und weniger schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Es geht auch darum, sich intensiv mit den Lebensmitteln und ihrer Herkunft zu beschäftigen, denn durch den Verzicht auf industriell verarbeitete Lebensmittel tritt das Kochen wieder in den Vordergrund. Dabei muss nicht zwingend vegetarisch oder vegan gekocht werden, es werden keine Punkte oder Kalorien gezählt, und es gibt keine strengen Diätpläne. Ein besseres Körpergefühl, Gewichtsverlust und ein bewussterer Umgang mit den Produkten sind willkommene Nebeneffekte.

 

Ein paar Grundregeln

Eine Faustregel des besagt, dass Inhaltsstoffe die man nicht aussprechen kann grundsätzlich vermieden werden sollten, ebenso wie Lebensmittel mit mehr als fünf Zutaten. Stattdessen sollen komplexe Kohlenhydrate mit gesunden Fetten kombiniert werden. Ein Großteil der Rezepte sind vegan oder vegetarisch. Fleisch und Fisch dürfen zwar auf dem Speiseplan stehen, diese sollten aber eher eine Ausnahme sein. Wenn Fleisch oder Fisch verarbeitet und genossen werden, sollten diese Produkte, ebenso wie alle anderen Zutaten, möglichst regional, nachhaltig produziert und von hoher Qualität sein.

Des Weiteren stehen das Frühstück und eine regelmäßige Nahrungsaufnahme im Vordergrund. Optimal sind bis zu sechs kleine Mahlzeiten, doch auch dies ist keine strenge Vorgabe sondern nur eine Empfehlung. Wichtig ist auch die Flüssigkeitszufuhr. Mindestens drei Liter Wasser pro Tag werden empfohlen.

Clean eating ist ein Lifestyle, der im Prinzip gar nicht neu ist, sondern sich an vollwertiger und bewusster Ernährung orientiert. Hochwertige Produkte, die dem Körper wertvolle Nährstoffe zuführen, stehen im Vordergrund, ganz nach dem Motto "Du bist, was Du isst".

 

 

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